Das Projekt

 

Das Förderzentrum Sternenkinder e.V., eine Schule und Tagesstätte für geistig behinderte Menschen aus ärmsten Verhältnissen, liegt ca.450 km südlich von Santiago im sog. Kleinen Süden.

Für die behinderten Kinder und Jugendlichen, die weit unter der Armutsgrenze leben und überwiegend aus dem ländlichen Bereich kommen, gibt es sonst kaum eine Chance auf Förderung, da es oft schon an der Beförderung scheitert.

 

Der Bau der Schule, im Jahre 1998, ist auf die Initiative des Leiters Carlos Collio in Zusammenarbeit mit dem deutschen Foerderverein Sternenkinder e.V., mit Sitz in Noerdlingen, zurueckzufuehren. Der Sinn der Gründung bestand für den chilenischen Leiter darin, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Behinderungen „eine Perspektive zu geben“. Desweiteren existierten keine vergleichbaren Einrichtungen zu der Zeit in seiner Region.

 

 

Dem Enthusiasmus der Gründer und der finanziellen Hilfe aus Deutschland ist es zu verdanken, dass die Schule stetig wächst. Das „Ministerio de Educacion“, kommt für die Kosten von Strom, Gas, Wasser und Kosten fuer Mitarbeiter auf. Es kann bei Bedarf jederzeit angebaut werden, da das Grundstueck ausserhalb von Los Angeles liegt.

 

 

Die Schule wird von Schülern ab 2 Jahren bis ins Erwachsenenalter besucht, die aus den umliegenden Doerfern und Staedten abgeholt werden. Das Einzugsgebiet der Schueler erstreckt sich bis zu 50 Kilometer. Die Behinderungsformen sind vielfaeltig und reichen von leichten geistigen Beeintraechtigungen bis hin zu Schwerst-Mehrfach-Behinderungen. Die Zielgruppe der Einrichtung ist also nur in soweit definiert, als das der/die Schueler/in eine „Discapacidad“, eine koerperliche und/ oder geistige Beeintraechtigung nachweisen muss, die durch einen Psychologen begutachtet und festgestellt worden ist. 

 

In der Schule sind, einschliesslich des Direktors, 25 Mitarbeiter/innen tätig. Die Lehrer haben alle abgeschlossene Hochschulausbildungen mit dem Schwerpunkt „Erziehung und Bildung von Menschen mit Behinderung“. Die Assistentinnen, die mit jedem/r Lehrer/in  zusammenarbeiten, haben u.a. Ausbildungen wie „Tecnico en Atencion de Parvulos“ , also sind ohne Hochschulasubildung.  Das Verhältnis zwischen Mitarbeitern und Schülern ist offen und herzlich. Probleme, Aktuelles und Projekte werden montags bei der einstuendigen „Reunion“, einer Zusammenkunft aller Lehrer und dem Leiter, besprochen und diskutiert. 

 

 

Die Räume der Schule sind schlecht bzw. gar nicht isoliert, sodass es sechs Monate im Jahr sehr kalt ist.  Die Ausstattung der Klassenzimmer ist ausreichend, abhängig von der  Altersstruktur und dem Bedarf der zu unterrichtenden Schüler. Es gibt Schreibtafeln, Bücher, Arbeitsmaterialien, Spielzeug etc.  Die Schule hat eine Kantine, in der es Fruehstueck und Mittagessen  für die Schueler und Mitarbeiter gibt. Für manche Schüler sind es die einzigen Mahlzeiten am Tag.  Im Hauptgebaeude befindet sich das Büro des Leiters, das der Sekretärin, ein Entspannungsraum, Toiletten und Waschräume für Jungen und Maedchen. Zur Aussenausstattung zaehlen u.a. folgende Gebäude: Eine Turnhalle (für diverse sportliche Aktivitaeten und Feste), einen Reitstall zur Hipotherapie, eine Gärtnerei mit Gewächshaus, ein Chincho (Hütte für freies Arbeiten oder Grillen),  ein Besprechungsraum mit Computer, ein Pausenraum für die Mitarbeiter, ein Musikraum, die Schreinerei und ein kleiner Ausstellungsraum für Möbel und Dekoratives.

 

Mitterweile fördert die Schule und Tagesstätte 130 Kinder und Jugendliche, die zu 95% aus

ärmsten Verhältnissen kommen im Alter ab 2 Jahren. In 9 Gruppen werden die Kinder und Jugendlichen, sowie auch einige Erwachsene gefördert:

 

Gruppen                                                       Alter

Frühförderung I (Pre Basico)                 von 2 bis 10 Jahre

3 Grundstufen (Basico)                            von 7 bis 20 Jahre

Gärtnerei (Invernadero)                          von 16 bis 26 Jahre

2 Gruppen Schreinerei (Carpenteria)     von 16 bis 27 Jahre

2 Erwachsenengruppen                          ab 25 Jahre

 

In allen Gruppen werden Grundkenntnisse in lebenspraktischen Dingen vermittelt z. B. Körperhygiene (waschen, duschen, Zähne putzen, Toilette benützen) Hauswirtschaftliche Tätigkeiten (spülen, kochen, putzen, waschen, bügeln..) Kulturtechniken, (lesen, rechnen, schreiben) sowie kreative Betätigungen (basteln, malen, töpfern). Außerdem wird die Motorik gefördert.

Derzeit befinden sich im Projekt 130 Kinder, 25 Lehrer und Hilfskräfte

 

 

Diagramm Personalentwicklung