Das Projekt

Das Förderzentrum Sternenkinder e.V., ist eine Ganztagsschule für geistig und teilweise körperlich behinderte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 3 bis 28 Jahren. Sie liegt ca. 500 km südlich von Santiago im sog. kleinen Süden.

Der Bau der Schule, im Jahre 1998, ist auf die Initiative des Leiters Carlos Collio in Zusammenarbeit mit dem deutschen Förderverein Sternenkinder e.V., mit Sitz in Nördlingen, zurückzuführen. Der Sinn der Gründung bestand für den chilenischen Leiter darin, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Behinderungen eine Perspektive zu geben. Des Weiteren existierten keine vergleichbaren Einrichtungen zu der Zeit in seiner Region.
Carlos Collio

Lehrerkollegiumim Jahr 2000
Dem Enthusiasmus der Gründer und der finanziellen Hilfe aus Deutschland ist es zu verdanken, dass die Schule stetig wächst. Das Projekt hat sich stetig weiterentwickelt und vergrößert. Derzeit werden 150 Schüler betreut und gefördert.
Die Schule wirdvon Schülernab 3 Jahren bis ins Erwachsenenalterbesucht, die aus den umliegenden Dörfern und Städten abgeholt werden. Das Einzugsgebiet der Schüler erstreckt sich bis zu50 Kilometer.
Die Behinderungsformen sind vielfältig und reichen von leichten geistigen Beeinträchtigungen bis hin zu Schwerst-Mehrfach-Behinderungen.

Die Zielgruppe der Einrichtung ist also nur insoweit definiert, als das der/die Schüler/in, eine körperliche und/ oder geistige Beeinträchtigung nachweisen muss, die durch einen Psychologen begutachtet und festgestellt worden ist.

In der Schule sind, einschließlich des Direktors, beinahe 40 Mitarbeiter/innen tätig. Die Schüler werden je nach Alter und Grad der Behinderung in verschiedene Klassen bis zu 15 Schülern eingeteilt. Die Lehrer haben alle abgeschlossene Hochschulausbildungen mit dem Schwerpunkt Erziehung und Bildung von Menschen mit Behinderung und werden von Assistenzkräften zusätzlich unterstützt. Das Verhältnis zwischen Mitarbeitern und Schülern ist offen und herzlich.


Lehrerkollegiumim Jahr 2017

Der laufende Betrieb und Unterhalt (Kosten von Strom, Gas, Wasser, Kosten für Mitarbeiter sowie Kosten für Frühstück und Mittagessen) werden vom Ministerio de Educacion, dem chilenischen Staat übernommen.

Der Verein Sternenkinder unterstützt mit den jährlichen Spenden zusätzliche Projekte und Erweiterungen die außerhalb des laufenden Betriebes anfallen (zum Beispiel die Ausstattung der Sporthalle oder die Therapiematerialien für die Physiotherapie).

Im Hauptgebäude befindet sich das Büro des Leiters und der Sekretärin, ein Raum für Physiotherapie, Toiletten und Waschräume für Jungen und Mädchen und verschiedene Klassenräume. Die Schule hat einen Speisesaal, in der es Frühstück und Mittagessenfür die Schüler gibt.

Des Weiteren befinden sich eine Turnhalle (für diverse sportliche Aktivitäten und Feste), einen Reitstall für therapeutisches Reiten, eine Gärtnerei mit Gewächshaus, ein Pavillon für freies Arbeiten oder Grillen,ein Besprechungsraum mit Computer, ein Pausenraum für die Mitarbeiter, ein Musikraum, die Schreinerei mit einem kleinen Ausstellungsraum für Möbel und Dekoratives auf dem Gelände. Zusätzlich gibt es eine Küche in der einige Schüler Kochen lernen.

Im Pre Basico (Kindergarten) werden Kinder ab 3 Jahren gefördert und wechseln dann im Alter von ca. 7 Jahren in die Basico (Grundstufe). Dort lernen sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten Lesen, Rechnen und Schreiben sowie lebenspraktische Fähigkeiten für den Alltag. Hierunter fallen beispielsweise Kenntnisse in Körperhygiene, soziale Kompetenzen und grundlegende Allgemeinbildung. Zusätzlich zum normalen Schulalltag haben die Schüler haben einmal in der Woche Sportunterricht und dürfen zwei Neigungsgruppen belegen (Malen, Tanzen, Kochen, Musik, etc.).

Im Jugendalter gibt es zusätzlich zur schulischen eine praktische Ausbildung. Je nach Behinderungsgrad und Neigung können die Schüler Grundkenntnisse im Kochen, Weben oder Basteln erlernen, beziehungsweise in der Schreinerei, Gärtnerei und den schuleigenen Tiergehegen mitarbeiten. Die hierbei erstellten Produkte werden verkauft und mit den Einnahmen neue Materialien besorgt.

 

Nach dem Schulbesuch wird angestrebt, dass die Schüler auf dem Arbeitsmarkt unterkommen, was in der Praxis aufgrund ihrer Beeinträchtigung in den meisten Fällen nicht gelingt. Deshalb wechselt die Mehrheit der Schüler in die Erwachsenengruppe, die der chilenische Staat bis zu einem Alter von28 Jahren fördert. Da es für die Erwachsenen über 28 Jahre in Chile keine weiteren Fördermöglichkeiten (Behindertenwerkstätten, etc.) gibt, wurde im Jahr 2013 erstmals im Rahmen eines Projekts eine Fördergruppe für Erwachsene über 28 Jahre gegründet, die ausschließlich über Spendengelder finanziert wird.

 

Darüber hinaus gibt es noch 2 Gruppen für schwer-mehrfachbehinderte Schüler. Die einen höheren Pflegeanteil beanspruchen und dementsprechend einen höheren Personalschlüssel erfordern.

Alle Schüler werden von morgens von Kleinbussen abgeholt und am Abend wieder nach Hause gefahren.

Derzeit befinden sich im Projekt in 11 Gruppen ca. 150 Schüler, ca. 40 Lehrer und Assistenzkräfte

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